Tafsir/Exegese 110. Sure Al-Nasr (Der Sieg) - Verse 1-3

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http://www.al-Koran.de/tafsir/110/1.htm

إِذَا جَاءَ نَصْرُ اللَّهِ وَالْفَتْحُ ﴿1﴾ وَرَأَيْتَ النَّاسَ يَدْخُلُونَ فِي دِينِ اللَّهِ أَفْوَاجًا ﴿2﴾ فَسَبِّحْ بِحَمْدِ رَبِّكَ وَاسْتَغْفِرْهُ إِنَّهُ كَانَ تَوَّابًا ﴿3﴾

 (1) Wenn der Sieg Allahs kommt und die Errungenschaft. (2) Und du die Menschen scharenweise in die Religion Allahs eintreten siehst. (3) dann lobpreise in Dankpreisung deinen Herrn und bitte Ihn um Vergebung! Wahrlich, Er ist reueannehmend.

 

 Diese Sure ist medinensisch.

Der Inhalt dieser Sure:

 

Diese Sure wurde in Medina nach der Hijra herabgesandt und sie enthält die Freudenbotschaft des großartigen Sieges und des Eintritts der Menschen in die Religion Allahs. Ebenso lädt sie den Propheten (s.) dazu ein, Allah zu preisen und um Vergebung zu bitten, aus Dankbarkeit für diese großartige Gabe.

 

Im Islam gab es viele Eroberungen, allerdings gab es solch eine Eroberungen mit den Eigenschaften, die in dieser Sure genannt werden, nur in Mekka. Vor allem darum, da die Araber, so wie es in den Überlieferungen heißt, daran glaubten, dass der Prophet des Islams (s.) es nicht schaffen würde Mekka zu erobern, außer wenn er die Wahrheit vertritt. Und hätte er nicht Recht, so würde der Herr der heiligen Kaaba es verhindern, so wie er auch Abraham hinderte. Aus diesem Grund nahmen die Araber schrittweise die Religion Allahs an, nach dem Mekka erobert wurde.

 

Offenbarungsgrund:

 

Es wurde gesagt, dass diese Sure nach dem Friedensvertrag von Hudaibiya herabgesandt wurde, im sechsten Jahr nach der Hijrah und zwei Jahre vor der Eroberung Mekkas.

 

Es gibt zwar einige, die behauptet haben, dass diese Sure nach der Eroberung Mekkas im Jahre 10 nach der Hijra in der Abschiedspilgerfahrt herabgesandt wurde, allerdings scheint das sehr fern. Der Grund ist, dass die Aussagen dieser Sure daraufhin deuten, dass ein Ereignis in der Zukunft stattfinden und nicht über ein vergangenes Ereignis in der Vergangenheit berichtet wird. Außerdem weist der zweite Vers auf den Eintritt vieler Menschen scharenweise in die Religion Allahs (swt) ein und dies ist nur bei der Eroberung Mekkas in diesem Ausmaß passiert.[i]

 

Zu den weiteren Namen dieser Sure gehört „al-tawdi‘“ (der Abschied), da sie die Nachricht über das Dahinscheiden des Propheten (s.) beinhaltet.

 

In einer Überlieferung heißt es, dass als diese Sure herabgesandt wurde und der Gesandte Gottes (s.) sie seinen Gefährten verlas, sie sich über diese Freudenbotschaft freuten. Als jedoch al-Abbas diese Sure hörte, begann er zu weinen. So fragte ihn der Gesandte Gottes (s.): „Was bringt dich zum Weinen, oh Onkel?“ So sagte er sinngemäß: „Ich vermute, dass du bald dahinscheiden wirst, oh Gesandter Gottes.“ Daraufhin sagte der heilige Prophet (s.): „Es ist, wie du sagst..“[ii]

 

Auf dem ersten Blick erkennt man keine Nachricht des Dahinscheidens des Gesandten Gottes (s.), sondern sie spricht viel eher von der Eroberung und dem Sieg, wie hat also al-Abbas daraus verstanden, dass der Prophet (s.) bald versterben wird? Anscheinend hat er durch die Andeutung der Sure auf die Vollendung der göttlichen Botschaft und die Befestigung des Glaubens erahnt, dass der Gesandte Gottes (s.) nicht mehr lange leben wird.

 

Die Vorzüge dieser Sure:

 

Bezüglich des Vorzugs dieser Sure gibt es eine Überlieferung des Gesandten Gottes (s.) in der es heißt: „Wer sie (die Sure Nasr) verliest, dem ist es (auf dieselbe Art vergolten) wie als hätte er die Eroberung Mekkas mit dem Gesandten Gottes (s.) erlebt.“[iii]

 

Und in einer Überlieferung von Imam al-Sadiq (a.) heißt es: „Wer (die Sure) „wenn der Sieg Allahs kommt und die Errungenschaft..“ in einem empfohlenen Gebet oder einem Pflicht-Gebet verliest, den lässt Allah gegenüber all seinen Feinden siegreich sein. Und er steht am Tage der Auferstehung auf und mit ihm ist ein sprechendes Buch, welches Allah aus der Mitte seines Grabes herausgeholt hat, durch das er Schutz hat vor der Hitze der Hölle.“[iv]

 

Es ist eindeutig, dass dieser Vorzug nur jenem gewährt ist, der diese Sure verliest und gleichzeitig in seinem Leben auch den Weg des Gesandten Gottes (s.) gegangen ist und sich an seine Anweisungen gehalten hat und nicht, dass der Vorzug jenem gewährt ist, der diese Sure lediglich mit seiner Zunge verliest.

 

Exegese:

 

(1) Wenn (arab. „idha“) der Sieg Allahs kommt und die Errungenschaft. (2) Und du die Menschen scharenweise in die Religion Allahs eintreten siehst.

 

Die Verse dieser kurzen Sure beinhalten sehr tiefgründige Bedeutungen, auf die wir inshaAllah näher eingehen werden, um diese Sure besser verstehen zu können.

 

Zunächst einmal sei gesagt, dass es im Arabischen mindestens zwei Wörter gibt, welche mit dem deutschen Wort „wenn“ übersetzt werden können: „idha“ und „in“. In der deutschen Übersetzung macht es zwar keinen Unterschied, allerdings in der arabischen Sprache sehr wohl.

 

Damit wir den Unterschied zwischen diesen beiden Worten verstehen können, werfen wir einen Blick auf einen weiteren Koranvers, in dem es heißt: „O die ihr glaubt, wenn (arab. „in“) ein Frevler euch eine Nachricht bringt, prüft (sie) nach..“ (49:6)

 

In dem ersten Vers der Sure al-Nasr hat Allah (swt) das arabische Wort „idha“ verwendet, allerdings hat Er hingegen in obigem Vers das Wort „in“ benutzt. Was ist nun der Unterschied? Der Unterschied liegt darin, dass wenn das arab. Wort „idha“ verwendet wird, dies bedeutet, dass das, was in dem darauffolgenden Satz erwähnt wird, aufjedenfall eintreten wird. Allerdings wenn man das arab. Wort „in“ verwendet, dann könnte es sein, dass das genannte eintritt oder auch nicht.

 

Wenn wir uns nun die obigen Koranverse nochmal ansehen, dann verstehen wir nun, dass Allah (swt) gesagt hat: „O die ihr glaubt, wenn („in“) ein Frevler euch eine Nachricht bringt, prüft (sie) nach)..“, weil nicht unbedingt jemand kommen muss und eine Nachricht überbringt. Es könnte also sein, dass ein Frevler kommt, es könnte aber auch sein, dass keiner kommt.

 

Auf der anderen Seite aber hat Allah (swt) in der Sure al-Nasr gesagt: „Wenn (arab. „idha“) der Sieg Allahs kommt und die Errungenschaft.“ Das bedeutet, der Sieg und die Errungenschaft wird aufjedenfall eintreten. Und wie wir wissen, ist der Sieg tatsächlich eingetreten.[v]

 

Und weiter beinhaltet das Wort „idha“ den Hinweis auf das zukünftige Eintreten einer Angelegenheit, die noch nicht eingetreten ist und da diese Sure nach dem Friedensvertrag von Hudaibiya offenbart wurde, ist dies ein weiterer Beweis dafür, dass hier nicht von Hudaibiya, sondern von der Eroberung Mekkas die Rede ist.[vi]

 

Wenn wir nun den heiligen Vers näher betrachten, so sehen wir, dass dem Wort „Sieg“ (al-nasr) das Wort „Allah“ beigefügt wurde, so dass die Rede vom „Sieg Allahs“ ist. Diese Zusammensetzung finden wir auch in vielen weiteren Koranischen Versen wieder. So heißt es im Heiligen Koran: „Wahrlich, Allahs Sieg ist nahe.“ (2.214).

 

Und an anderer Stelle: „..und der Sieg kommt nur von Allah..“ (3.126).

 

Diese Verse deuten alle darauf hin, dass der Sieg in jedem Zustand und jeder Situation nur durch Allahs Wille eintreten kann. Natürlich muss man sich gut vorbereiten, damit man den Feind auch besiegen kann, allerdings glaubt ein einheitsbezeugender Mensch daran, dass der Sieg nur durch Allahs Hilfe erreicht wird. Daher lässt er sich vom Sieg auch nicht verleiten und hochmütig werden, sondern er nutzt die Gelegenheit, um Allah (swt) zu danken und zu lobpreisen für Seine Gaben.

 

An dieser Stelle könnte man nun folgende Frage aufwerfen: Warum ist in dem Vers einmal die Rede von einem „Sieg“ (al-nasr) und einmal von der „Errungenschaft“ (al-fath)? Ist das nicht dasselbe? Worin unterscheiden sich beide Begriffe?

 

Die Antwort darauf lautet wie folgt: Zunächst sei gesagt, dass die zwei Wörter keine Synonyme darstellen in der arabischen Sprache, sondern es einen entscheidenden Unterschied gibt. Wenn man im arabischen von einem „Sieg“ (al-nasr) spricht, so meint man damit, dass eine der beiden Seiten die gegnerische oder feindliche Seite mit Gewalt niedergeschlagen hat. Wenn man also z.B. in einem Krieg oder einem Kampf ist und man die andere Seite besiegt, so spricht man im arabischen von einem „nasr“ oder „intisaar“.

 

Allerdings versteht man unter der Errungenschaft (al-fath) etwas anderes. Unter „al-fath“ versteht man im Arabischen den friedlichen Sieg gegen eine andere Partei, anhand der Überzeugungskraft und der Durchsetzung der eigenen Ideologie, sprich einem intellektuellen Sieg. Wenn man also jemand anderen von seiner Ideologie durch entsprechende Beweisführungen überzeugt, so nennt man das „fath“.[vii]

 

In der deutschen Sprache gibt es keinen speziellen Begriff hierfür. Es musste allerdings ein Begriff für die Übersetzung des Koranverses gewählt werden und daher wurde der Begriff „Errungenschaft“ festgelegt. Tatsächlich vereint aber das arabische Wort „al-fath“ auch noch die Bedeutungen: Eröffnung, Eroberung, Verheißung und Durchbruch.

 

Wenn wir nun den zweiten Vers hinzuziehen, so sehen wir, dass zu Beginn der Sure die Rede vom „Sieg Allahs“ (al-nasr) ist und daraufhin von der „Errungenschaft“ (al-fath) und schließlich vom scharenweisen Eintritt der Menschen in die Religion Allahs. Und in Wirklichkeit besteht zwischen diesen drei Dingen eine Kette von Ursachen ( ‘illah) und Wirkungen (ma’lul). Denn durch den Sieg Allahs besteht erst die Möglichkeit zur Errungenschaft und durch die Errungenschaft können die Hindernisse beseitigt werden, so dass die Menschen scharenweise in die Religion Allahs eintreten können. Und nach diesen drei Stufen, wobei jede dieser Stufen eine große Gnade darstellt, tritt die vierte Stufe ein und zwar die Stufe der Dankbarkeit und Lobpreisung. Und anders betrachtet, können wir sagen, dass das Endziel des Sieges Allahs und der Errungenschaft in Wirklichkeit das Eintreten der Menschen in die Religion Allahs und die Rechtleitung der Menschheit ist.

 

Weiter sei gesagt, dass das Wort „Errungenschaft“ an dieser Stelle zwar in einer allgemeinen Form genutzt wurde, allerdings weisen die Beweise darauf hin, wie wir schon am Anfang sagten, dass die Rede von der Errungenschaft Mekkas ist, welche jenen großen Einfluss hatte, der in den nachfolgenden Versen der Sure al-Nasr erwähnt wird.

 

Exegese:

 

(2) Und du die Menschen scharenweise in die Religion Allahs eintreten siehst.

 

Mit „scharenweise“ meint der heilige Koran an dieser Stelle, dass die Menschen gruppenweise zur Religion Allahs gefunden haben und eingetreten sind. Zuvor sind es immer einzelne Personen gewesen, die zum Islam übergetreten sind, aber nach der Eroberung Mekkas waren es ganze Stämme mit all ihren Familien, da sie überzeugt davon waren, dass der Islam die richtige Religion ist.[viii]

 

Bezüglich der Worte „Religion Allahs“ (dinillah), so gibt es zwei Meinungen:

Allamah Tabataba’i (r.) sagt, dass mit der „Religion Allahs“ der Islam gemeint sei und bezieht sich dabei auf einen Vers im Koran, in dem es heißt: „Wahrlich die Religion bei Allah ist der Islam..“ (3:19)[ix]

 

Allamah al-Tuusi (r.) und Allamah al-Tabrisi (r.) hingegen haben sich auf eine der sprachlichen Bedeutungen des Wortes „al-din“ (Religion) konzentriert und zwar: „Der Gehorsam“ (al-ta’a). Und dies begründeten sie mit dem Koranvers in der Sure Yusuf: „..So richteten Wir es für Yusuf ein; er hätte seinen Bruder nach dem Gehorsam (din) des Königs nicht aufhalten können..“

 

Dadurch, dass im heiligen Koran das Wort „din“ auch mit der Bedeutung „Gehorsam“ genutzt wurde, sind sie der Meinung, dass in dem zweiten Koranvers der Sure al-Nasr daher gemeint sei: „Und du die Menschen scharenweise in die Gehorsamkeit Allahs eintreten siehst“ und somit in die Befolgung des Islams.[x] Wie wir sehen, gibt es aber in Wirklichkeit keinen inhaltlichen Unterschied, es ist lediglich sprachlich anders betrachtet.

 

Bezüglich der Eroberung Mekkas muss gesagt werden, dass diese tatsächlich eine neue Seite in der islamischen Geschichte öffnete, da die Basis des Götzendienstes durch diese Eroberung zerstört wurde. Die Götzen wurden zerschmettert und die Hoffnungen und Erwartungen der Götzendiener niedergeschlagen, sowie die Barrieren aus dem Weg entfernt, so dass die Menschen kein Hindernis mehr hatten, um den Islam anzunehmen.

 

Aus diesem Grund können wir die Eroberung Mekkas als eine Einführung in eine neue Etappe ansehen, durch die die Basis des Islams und seine Stabilität in der arabischen Halbinsel und schließlich in der ganzen Welt geschaffen wurde. Daher sehen wir, dass es nach der Eroberung Mekkas keinen Widerstand der Götzendiener mehr gab (außer einmal, was jedoch schnell geklärt wurde) und die Menschen sind danach alle aus den verschiedensten Teilen der arabischen Halbinsel zum Propheten gestürmt, um bekannt zu geben, dass sie den Islam angenommen haben.

 

Exegese:

(3) dann lobpreise in Dankpreisung deinen Herrn und bitte Ihn um Vergebung! Wahrlich, Er ist Reue annehmend.

In diesem Vers legt Allah (swt) dem heiligen Propheten bzw. allen Gläubigen drei Dinge Nahe, durch welche die Dankbarkeit ausgedrückt wird und der richtige Standpunkt nach dem göttlichen Siege gewählt wird und zwar: Die Lobpreisung (al-tasbih), die Dankpreisung (al-hamd) und das Vergebungsersuchen (al-istighfaar).

Die Lobpreisung (arab. al-tasbih) ist die Lossprechung Allahs (swt) von jedem Makel und jeder Schwäche.

Die Dankpreisung (arab. al-hamd) ist die Beschreibung Allahs (swt) durch die vollkommenen Eigenschaften.

Und das Vergebungsersuchen (arab. al-istighfaar)  entspricht dem Zugeben der Schwächen und Sündhaftigkeit.

Dieser großartige Sieg in Mekka führte zur Bereinigung der Umgebung von den polytheistischen Gedanken und der Verkörperung der Schönheit und Vollkommenheit Allahs noch mehr als je zuvor, sowie zur Rechtleitung jener, die von dem Wege Allahs (swt) irregeleitet waren. Diese großartige Eroberung führte dazu, dass niemand mehr dachte, dass Allah (swt) Seine rechtschaffenen Diener im Stich lässt und daher kam in dem Vers auch der Befehl zur Lobpreisung Allahs und somit zur Lossprechung Allahs davon, dass er Seine Diener alleine lässt. Und ebenso führte diese Eroberung dazu, dass die Gläubigen erfuhren, dass das Versprechen Allahs Wirklichkeit ist, wodurch Er durch eine vollkommene Eigenschaft beschrieben wurde. Und auch führte dies dazu, dass die Gottesdiener ihre Schwächen gegenüber der Großartigkeit Allahs eingesehen haben.

An dieser Stelle könnte man die Frage stellen: Der Gesandte Gottes (s.) ist doch genau wie die restlichen Propheten und Gesandten unfehlbar, weshalb also das Vergebungsersuchen?

Die Antwort darauf lautet, dass dies Lehren an die gesamte Gemeinschaft sind, da:

Erstens: Während der Konfrontation zwischen dem Islam und dem Götzendienst gab es schwere Zeiten für die Muslime und es gab einige, die an dem Versprechen Allahs (swt) gezweifelt haben, so wie Allah über sie bei der Schlacht von al-Ahzaab sagte: „Und als (euch) der Blick unsicher wurde und das Herz (vor Angst) bis zur Kehle (hoch) kam und ihr über Allah Mutmaßungen anstelltet.“ (33:10) Und nun, wo der Sieg stattgefunden hat und sich gezeigt hat, dass diese Mutmaßungen zu Unrecht waren, muss um Vergebung gefleht werden.

Zweitens: Der Mensch kann nie die ausreichende Dankbarkeit ausdrücken, egal wie oft er Allah preist und dankt, daher muss er nach der Lob- und Dankpreisung zum Vergebungsersuchen übergehen, wodurch er seine Schwäche und Unfähigkeit zur Dankbarkeit Allahs (swt) kundtut.

Drittens: Nach dem Sieg fangen meistens die teuflischen Einflüsterungen an, so dass manche sich in den Vordergrund stellen und nicht bedenken, dass dies nur durch die Hilfe Allahs möglich war und daher muss Allahs (swt) gedacht werden und um Vergebung gefleht werden, so dass diese Einflüsterungen keine Möglichkeit haben Einfluss auszuüben oder beseitigt werden, wenn sie es schon gemacht haben.

Viertens: Die Herabsendung dieser Sure hat ausgedrückt, dass der Tod des Gesandten Gottes (s.) näher gerückt ist, so wie wir zu Beginn erklärt haben. Und daher heißt es in den Überlieferungen, dass der Gesandte Gottes (s.) nach der Offenbarung dieser Sure sehr oft folgendes Bittgebet gesprochen hat: „Gelobt seiest Du, oh Allah und gepriesen. Oh Allah, vergebe mir, wahrlich Du bist der Reue annehmende und Barmherzige.“

Bezüglich dem Satz: „Wahrlich, Er ist Reue annehmend.“, so drückt dieser den Grund des Vergebungsersuchens an und zwar: Flehe um Vergebung und bereue, denn wahrlich Allah ist Reue annehmend. Und es könnte auch sein, dass mit diesem Satz den Muslimen eine Lehre erteilt werden soll und zwar: Genauso wie Allah die Reue annimmt, müsst auch ihr die Reue der Sünder annehmen nach dem Sieg und ihnen vergeben.

 

 

[i] Tafsir ul-Mizaan, Band 20, Seite 435

[ii] Majma‘ ul-Bayan, Band 10, Seite 554, al-Mizaan, Band 20, Seite 532

[iii] Majma‘ ul-Bayan, Band 10, Seite 553

[iv] Majma‘ ul-Bayan, Band 10, Seite 553

[v] Aus „Latifa qur’aniyyah“ von Dr. Mahmoud Akkam

[vi] Tafsir ul-Mizaan, Band 20, Seite 436

[vii] Aus „Latifa qur’aniyyah“ von Dr. Mahmoud Akkam

[viii] Majma‘ ul-Bayan, Band 10, Seite 358

[ix] Tafsir ul-Mizaan, Band 20, Seite 436

[x] Majma‘ ul-Bayan, Band 10, Seite 358 und Tafsir ul-Tibyaan, Band 10, Seite 405

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