Salman al-Farsi

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Salman war der aufrichtige Freund der Ahl-ul-Bayt des Propheten (ص) und ein sympathischer Gefährte in allen Lebenslagen. Ein angesehener und streng gläubiger Muslim, der den Iran auf der arabischen Halbinsel berühmt machte. Er wurde durch den Propheten (ص) von der Vielgötterei (Polytheismus) befreit.

Bevor er vom Propheten (ص), Salman genannt wurde, waren seine Namen „Roozbeh“, „Mahooyeh“, „Behbood” und „Madeh”. Sein neuer Name drückte seine Ergebung zu Allah und seine Erlösung von allen Abweichungen aus.

Durch seinen neuen Namen wurde er bekannt bei den anderen Muslimen und sie sahen in ihn ein großes Vorbild. Der Prophet lobte Salman mit folgenden Worten:

„Allah liebt Salman in den Himmeln und Sein Gesandter liebt ihn auf Erden. Jedesmal wenn der Engel Gabriel zu mir kam, übermittelte er mir die speziellen Grüße von Allah an Salman. Salman ist von mir, jeder der ihn unterdrückt, hat mich unterdrückt und jeder der in belästigt, hat mich belästigt. Er ist ein frommer Monotheist und ein wahrer Gläubiger der Einheit Gottes 1.“

Salman besaß so lobenswerte Eigenschaften, dass ihn auch die Unfehlbaren lobten. Imam Ali (ع) hat über ihn gesagt:

„Salman ist ein Mitglied unserer Familie, wo kann man jemanden finden wie Salman, der dem weisen Luqman gleicht 2.“

Zu einem anderen Anlass stellte ihn Imam Ali (ع), als erfrischende Fontäne vor, aus dem Wissen und Weisheit sprudeln 3.

Imam Ali (ع) fügte hinzu:

„Was kann ich über einen Mann sagen, der von unsere Natur ist und dessen Seele mit unsere vermischt ist. Allah hat ihn auserwählt, damit er die Wissenschaften und die geheimen, fremden und mystischen Kenntnisse erkundet 4.

  • Salman kennt die großen Namen Allahs 5.
  • Das Paradies ist begierig Ali (ع), Abuzar, Ammar und Salman zu treffen 6.
  • Salman ist einer der kenntnisreichsten, intelligentesten und weisesten Menschen der Führung und Theologie 7.
  • Wenn der Prophet (ص) stirbt, werden alle seine Anhänger unsicher und wankelmütig, außer Salman, Abuzar and Miqdad 8.
  • Allah hat uns angewiesen vier Personen zu lieben, die Er auch selber liebt. Das sind: Ali (ع), Abuzar, Miqdad, und Salman 9.

Fatima az-Zahra (ع) redet über die verschiedenen Aspekte von Salmans Leben

Salman war ein rechtschaffender und sachkundiger Gefährte des Propheten (ص). Er nahm eine bedeutende Rolle in Fatimas (ع) Leben ein.  Wir können die Präsenz von Salman im Leben des Propheten (ص) und Fatima (ع) in verschiedene Aspekte unterteilen:

a) Der ökonomische Aspekt

Salmans angesehene Persönlichkeit war so herausragend, dass Fatima (ع) keine Probleme hatte, mit ihm über ihre ökonomische Lage zu reden.

Einst bat ein, erst kürzlich zum Islam konvertierter Araber, in der Moschee von Medina um Hilfe. Der Prophet (ص) schaute auf seine Gefährten. Salman stand auf um zu helfen. Doch überall wo er nach Hilfe ausschau hielt, half ihm niemand. Er kehrte verzweifelt und beschämt zurück. Als er das Haus von Fatima az-Zahra (ع) sah sagte Salman zu sich selbst: „Fatima (ع) und ihr Haus sind die Quellen der Rechtschaffenheit.“

Er klopfte an der Tür und erzählte ihr die Geschichte des armen Mannes. Sie antwortete: „Salman! Ich schwöre bei Allah, dass wir drei Tage lang nichts gegessen haben und meine Kinder, Hassan (ع) und Husayn (ع), sind ruhelos vor Hunger. Aber ich werde mich nicht von einem rechtschaffenden Mann abwenden, der an meine Tür geklopft hat 10.“

Sicherlich konnte Fatima (ع) ihre Hilfe verweigern, aber sie fand Salman einen ehrlichen, symphatischen und selbstsicheren Mann, vergleichbar mit ihrem Vater und ihrem Ehemann. Sie gab Salman ihr Kleid. Das tauschte er in einem jüdischen Kaufladen um und bekam dafür Datteln und Gerste.

Damit ging erneut zu Fatima az-Zahra (ع) und sagte: „O, Tochter des Propheten (ص). Nimm einige dieser Körner und Datteln für deine eigenen hungrigen Kinder.“ Doch Fatima (ع) erwiderte:

„Salman! Wir haben das nur für Allah, den Allmächtigen, getan und werden es niemals nutzen.“

b) Der familiäre Aspekt

Wenn wir ein Blick auf Fatimas (ع) Leben werfen, wird uns klar, dass keiner der Gefährten (Sahaba) des Propheten (ص), das Haus von Amir al-Muminin (ع) so besuchte wie Salman es tat. Er war ihnen sehr nah, sodass er ein Helfer und Sympathisant Fatimas (ع) war. Salman sagte selber:

„Einmal sah ich Fatima (ع) in ihrem Haus sitzen. Vor ihr lag ein Mahlstein. Sie schleifte einige Gerstenkörner für das Essen. Plötzlich bemerkte ich, dass der Griff des Mahlsteins blutverschmirrt war. Auf der anderen Seite sah ich Husayn (ع), der noch ein Säugling war und vor Hunger schreite. Ich sagte: „O, Fatima (ع)! Erdulde nicht soviel Mühsal. Dein Hausmädchen (Fizza) ist nun bei dir. Frage sie um Hilfe.“

Fatima (ع) antwortete:

„Der Prophet (ص) hat empfohlen, dass ich die Hausarbeit mit Fizza teile. Gestern war Fizza an der Reihe und heute ich.

Salman erwiderte:

„Ich bin dein Sklave und ich stehe dir zu Diensten. Lass mich die Gerstenkörner abschleifen oder Husayn (ع) versorgen.“ Sie entgegnete: „Ich bin besser geeignet um mich nach Husayn (ع) zu schauen, bitte schleife die Gerstenkörner für mich.“

Ich hatte einige Gerstenkörner geschliffen, als ich den Gebetsruf (Azan) hörte. Ich ging zur Moschee und verrichtete das Gebet mit dem Propheten (ص). Nachdem Gebet erzählte ich alles Imam Ali (ع). Er wurde sehr traurig und ging nach Hause. Nach einer Weile, kehrte er lächelnd zur Moschee zurück. Der Prophet (ص) fragte ihn, warum er lachen würde. Imam Ali (ع) sagte:

“Ich fand Fatima (ع) während Husayn an ihrer Brust eingeschlafen war und der Mahlstein drehte sich von selbst ohne Einwirkung von einer Person!.“

Der Prophet (ص) sagte: „O, Ali. Wusstest du nicht das es auf der Erde einige Engel gibt, die den Propheten und seine Familie beschützen? Sie verbleiben bei uns bis zum Jüngsten Gericht 11.

c) Die politische Bühne

Salmans Erkenntnis und aktive Präsenz im Leben von Imam Ali (ع) und Fatima (ع) war eines seiner herausragenden Qualitäten. Dessen war sich auch das Haus des Propheten (ص) bewusst.

Als Imam Ali (ع) in die Moschee gebracht wurde und gezwungen wurde dem Kalifen seinen Treueid zu schwören, sah Fatima (ع) einen Mann mit entblößtem Schwert sagen: „Wenn du nicht den Treueid zu Abu Bakr schwörst, werde ich dir dein Genick abtrennen.“

Fatima (ع) drehte sich zu Abu Bakr um und sagte: „O, Abu Bakr! Wenn du mir meinen Mann nimmst, dann schwöre ich dir, dass ich mich neben dem Grab meines Vaters beschweren werde.[…]“

Nach ihrer Drohung, nahm sie Husayn (ع) und Hassan (ع) bei der Hand und ging mit ihnen zum Grab des Propheten (ص), um ihre Drohung zu verwirklichen. Dort standen viele Menschen um Imam Ali (ع) herum, aber er ließ Salman rufen und sagte:

„Salman! Finde Fatima (ع). Es ist fast so, als würde Medina erschütten. Ich schwöre bei Allah, sollte sich Fatima (ع) beim Grabe ihres Vaters beschweren, wird es keine Rettung für die Menschen von Medina geben. Sie werden alle getötet 12.“

Salman ging eilig zu Fatima (ع) und sagte erschrocken: „O, Tochter von Muhammad!

Allah hat deinen Vater als Segen aller Welten auserwählt. Ich fordere dich auf, nach Hause zu gehen und nicht diese unwissenden Menschen zu verfluchen.“

Fatima fand Salman klug, ehrlich und vertrauenswürdig und sagte: „Ich will zum Grab meines Vaters um bei Allah zu klagen. 13“

Salman sah, dass Fatima fest entschlossen war ihr Vorhaben zu realisieren. Er stellte sich als „Boten des Imam“ vor und sagte: „O, Fatima! Ali (ع) schickte mich zu dir. Ich soll dich bitten nach Hause zu gehen und das Fluchen über diese Personen zu vermeiden.“ Als sie Imam Alis Botschaft hörte, änderte sie ihre Meinung und kehrte zurück 14.

d) Der geistig-moralische Aspekt

Salman erzählte: „Einst sah ich Fatima, einen veralterten Schleier tragen. Ich war geschockt und überrascht. Ich sagte: „Mein Gott! Die Töchter der iranischen Könige und Cäsars Töchter, sitzen auf goldene Throne und tragen aus Gold gewebte Kleider. Und Schau! Das ist die Tochter des Propheten (ص) und sie trägt kein wertvollen Schleier oder wunderschöne Kleider.“ Fatima (ع) sagte: „O Salman! Allah hat für uns goldene Throne und wunderschöne Kleider am Tag des Jüngsten Gerichts reserviert 15.“

Salmans Sohn Abdullah berichtet: „Mein Vater, Salman sagte: „Zehn Tage nachdem Tod vom Propheten (ص), kam ich raus und sah Imam Ali (ع). Er sagte: „O Salman! Nach dem Tode des Propheten (ص) behandelst du uns unfreundlich.“ Ich erwiderte: „O Abu-l-Hassan! Wie kann ich zu jemanden wie dir unfreundlich sein? Der Grund meines Fernbleibens ist die schmerzliche Trennung vom Propheten (ص).“

Er sagte: „O Salman! Geh zu Fatima (ع). Sie wartet eifrig auf dich. Sie will dir vom Geschenk berichten, das ihr vom Paradies zugeschickt wurde.“

Ich ging um sie zu treffen und sie sagte: „Du hast uns unfreundlich behandelt und hast dich ferngehalten von uns!“

Ich antwortete: „Wie kann ich euch unfreundlich behandeln?“ Fatima (ع) sagte: „Setzt dich bitte! Hör gut zu was ich dir sagen will. Gestern, saß ich genau hier, wo wir jetzt sitzen. Ich war voller Trauer über den Tod des Propheten (ص) und das Ende der göttlichen Enthüllungen, als plötzlich die Tür aufging und drei Mädchen zu mir kamen. Ich hatte noch nie solche Mädchen gesehen, die so wunderschön und wohlparfümiert waren. Ich stand auf uns fragte: „Seid ihr von Mekka oder Medina?“ Sie erwiderten: „O Tochter des Gesandten (ص) Allahs! Wir sind keine irdischen Wesen. Allah schickte uns vom Paradies zu dir, weil wir sehr begierig waren dich zu sehen.“

Ich fragte sie, wer von Ihnen die älteste sei und wie sie hieß. Sie sagte: „Mein Name ist Maghdoodeh. Ich wurde so genannt, weil mich Allah für Miqdad schuf.“

Ich fragte das andere Mädchen, wie ihr Name lautete. Sie antwortet: „Mein Name ist Salma. Ich wurde so genannt, weil ich für Salman bestimmt bin.“ Dann gab sie mir einige Datteln, die weißer waren als der Schnee und parfümierter als Moschus.

Salman erzählte dann, dass Fatima ihm eine dieser Datteln gab und sagte: „Breche deine Fasten heute mit dieser Dattel und bringe mir Morgen seinen Samen.“ Ich nahm die Dattel und ging weg. Wann auch immer ich jemanden traf, sagte man mir: „O Salman! Es scheint so, als würdest du nach Moschus riechen.“ Ich antwortete: „Ja.“

An diesem Abend brach ich mein Fasten mit dieser Dattel, aber ich fand keinen Samen. Am nächsten Morgen ging ich zu Fatima (ع) und sagte: „Die Dattel hatte keinen Samen!“ Sie antwortete: „Wie kann es einen Samen besitzen, wenn es vom Himmel ist und Allah seinen Baum im Haus des Friedens (Dar-e-Islam) gepflanzt hat? Es war die Belohnung für meine Tag- und Nachtgebete: die Gebete, die ich von meinem Vater (ص) gelernt hatte und die er mir empfahl, ständig vorzutragen 16.

Die letzten Worte

Von dem oben angesprochenen Überlieferungen, können wir viel über das Verhältnis zwischen Fatima (ع) und Salman lernen. Wir haben von Salmans nahe Beziehung zu der Ahl-ul-Bayt erfahren. Insbesondere zu Imam Ali (ع) und Fatima (ع).

Quellenverzeichnis:

  1. “Al-Ikhtesas”,by Sheikh Mufid, pp. 11-12; “Bihar ul-Anwar”, vol. 22, p. 346;    “Qamus ar-Rejal”, vol. 4, p. 429
  2. “Nahjul-Balagha” by Ibn-e Abi Al-Hadid, vol. 18, p. 36, 38
  3. “The Iranian Muslims in Islam”, pp. 57-58
  4. “Nafs Ar-Rahman”, p. 32; “As-Safwat min as-Sahabah and At-Tabi’in”, by Hussain Shakeri, pp. 23-65
  5. “Bihar ul-Anwar”; by Imam Ja’far Sadiq (AS), vol. 22, p. 346
  6. P. 324, the said reference: “As-Safwat min as-Sahabah and At-Tabi’in”, pp. 23- 32
  7. “Behjat al-Aumal”, by Imam Muhammad Baqir (AS), vol. 4, p. 412
  8. „Khesal-e Saduq“, vol.1, p.255, The Messenger of Allah (SAW)
  9. „Riyahin ash-Shari’at“, vol.1, p.132
  10. „Riyahin ash-Shari’at“, vol.1, p.132
  11. „Bayt ul Ahzan“, by Mohaddith Qomi, p.20
  12. “Nahj ul hayat”, p. 145
  13. “Bihar ul-Anwar”; vol. 28, p. 228
  14. ”Riyahin ash-Shari’at“, vol.1, p. 128, 265
  15. “Bihar ul-Anwar”;  vol. 8, p. 303
  16. ”Riyahin ash-Shari’at“, vol. 1, p. 135

 

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übersetzt von Hessam K.
Quelle: http://www.e-resaneh.com/English/index_en.htm

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